Die ökologische Weinherstellung |
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Ökologischer Weinbau / Die ökologische Weinherstellung
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Die Natur bestimmt die Qualität
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Trauben zu Wein zu verarbeiten ist relativ einfach. Einen Wein zu kreieren, der charaktervoll schmeckt
und sich lange aufbewahren läßt, das ist die Kunst!
Ein guter Wein wird durch zahlreiche Faktoren bedingt: Zu allererst bestimmt der Weinberg die Qualität des Weines. Die heutige Technik ist zwar sehr gut entwickelt, kann aber die Vielschichtigkeit von hochwertigem Traubengut nicht nachahmen. Was eine Traube nicht hat, kann ihr die Technik nicht geben. Qualität, und eben die damit verbundene Mannigfaltigkeit, erhält sie ausschließlich von der Rebe, dem Klima und dem Boden. |
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Die Gärung
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Bei der Weinherstellung werden zwei Hauptgärungsarten unterschieden: die alkoholische Gärung beim
Weißwein, zusätzlich die Maischegärung beim Rotwein.
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Weißwein
Most Gärung |
Bei der Weißweinherstellung müssen die gesunden Trauben so schnell und so kühl wie möglich und am besten
unverletzt ins Kelterhaus gebracht werden. Denn wenn die Schalen aufgeplatzt sind, fängt das junge
Lesegut an zu oxidieren und verliert an seinen frischen, aromatischen Gehaltsstoffen. Im Kelterhaus
werden die Beeren entrappt, d.h. die Stiele werden entfernt und die Trauben angequetscht. Dann wird
gepreßt: Den Saft, der nun mit nur ganz wenig Druck aus der Presse läuft, nennt man Ablauf. Dies ist
übrigens der beste Teil des Mostes, er enthält keine unerwünschten Stoffe wie z.B. harte Tannine oder
Bitterstoffe. Will man Qualität produzieren, drückt man das Lesegut nicht bis zum letzten Tropfen aus.
Frisch gepreßter Traubensaft ist eine Delikatesse, dessen frische Qualität nur direkt an der Presse zu
schmecken ist. Im Traubensaft, dem Most befinden sich viele Schwebteilchen, die vor der Gärung entfernt
werden müssen. Dazu läßt man den Most am besten bei gekühlter Temperatur über Nacht stehen. Der klare
Teil wird abgepumpt, die alkoholische Gärung kann beginnen. Entweder sie startet mit traubeneigenen
Hefen, oder Reinzuchthefen werden zugegeben. Sie dauert, je nach Temperatur, 2-3 Wochen. Dann wird der
Weißwein vom Hefetrub getrennt, gefiltert, geklärt und nach einer gewissen Lagerzeit in Flaschen
gefüllt.
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Rotwein
Maischegärung |
Nun zur Rotweinherstellung: Die rote Farbe des Rotweins sitzt in den Beerenschalen und wird bei der
Gärung durch den Alkohol oder durch eine Maischeerhitzung durch Enzyme gelöst. Deshalb gelangen bei der
Maischegärung die vollständigen, aufgeplatzten Beeren komplett in den Gärbehälter. Wichtig ist hierbei,
daß der Hut, also die Schalenanteile, die oben aufschwimmen, immer wieder in den ganzen Bottich gemischt
werden (Maische). Der Kellermeister kann die Farbintensität seines Rotweines beeinflussen, indem er die
Maische lange oder kurz gären läßt. Zieht er den Wein frühzeitig von der Maische ab, bleibt es ein heller
Wein. Der Wein gärt durch die alkoholische Gärung zu Ende. Möchte er einen kräftiges Rot, beläßt er die
Maische bis zum Ende der Gärung im Gärbottich.
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Weingestaltung
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Wenn die Gärung beendet ist, wird auch hier gefiltert, geklärt und umgepumpt, so daß der Wein rein und
stabil wird. Wie der Winzer seine Weine vor der Flaschenfüllung behandelt, liegt ganz in seinen kreativen
Möglichkeiten: Holzfaß, Barrique oder Edelstahl, Komposition eines Cuvées, rebsortenreiner Ausbau. Er
kann ihn trocken, halbtrocken oder mild auf den Markt bringen, hat also viele Möglichkeiten seinen Wein
zu gestalten — das ist das Schöne am Wein.
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