Ökologischer Weinbau

Logos Bio AnbauverbändeWas ist Biowein?

Biologischer Weinbau

Der Biologische Weinbau ist eine weinbauliche Produktionsform zur Herstellung von Trauben und Wein unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes, also nachhaltig im Umgang mit Bodenpflege, Düngung, Pflanzenschutz. 
Das Produkt dieser Anbaumethode wird als Wein aus Trauben aus biologischem bzw. ökologischem Anbau bezeichnet.

Anbau und Ausbau

Die Anbauregelungen bezogen sich früher weitgehend nur auf die Traubenproduktion, heute auch auf die Weinbereitung (Kellerarbeiten). Ab der Ernte 2012 ist die Bezeichnung „BIO-Wein“ bzw. „Öko-Wein“ verpflichtend mit dem EU Bio Logo EG-Öko-Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 und der Codenummer der Zertifizierungsstelle zugelassen.

Geschichte

Entwickelt wurden die Konzepte des ökologischen Weinbaus in den 1960er-Jahren. Ab den 1980er-Jahren wurde der Bioweinanbau immer mehr von den Bioanbauverbänden und ihren unterschiedlichen Anbauregeln geprägt. Ab Mitte der 1980-er Jahre gab es Richtlinien auf nationaler Ebene. Seit 1991 gibt es EU-einheitliche Vorschriften für Biowein (EG-Öko-Verordnung 2092/91),

Die Richtlinien für biologischen Weinbau dienen in erster Linie der Schonung der Umwelt.

Pflanzenschutz

Voraussetzung für ökologisch vertretbaren Pflanzenschutz sind Hygiene und ständige Kontrolle der Weinstöcke durch den Winzer. Bei allen Arbeiten werden das Klima und die Erfahrungen des Weinbauern mit einbezogen. Bei Befall von Krankheiten und Schädlingen werden z. B. folgende Mittel eingesetzt:

  • Falscher Mehltau: Kupferkalk, Kupferkarbonat, Kupferoxychlorid, keine synthetischen Fungizide.
  • Echter Mehltau: Schwefelpuder bei Blüte, absorbierender Schwefel.
  • Maden, saugende und beißende Insekten: Bacillus thuringensis, Hormonfallen (Pheromon), Pyrethrum, Rothenon, Neudosan (Kaliseife).
  • Zur Winterbehandlung: Ovizide gegen Eier der Insekten und Milben wie weiße Öle, Natronsilikate .

Dies alles sind Mittel, die von den Öko-Kontrollstellen anerkannt sind, da sie abgebaut werden, ohne Schwermetalle oder andere giftige Rückstände zu hinterlassen.

Bioanbau praktisch:

Bodenpflege

Erhaltung und Anreicherung des Bodenlebens durch organische Düngung, Bodenbegrünung, möglichst keine Bodenverdichtung, kein Herbizideinsatz, kein Kunstdünger

Artenvielfalt

Nützlingsansiedlung (Raubmilbe, Marienkäfer, Ohrwürmer, Florfliegen, Vögel, Schlupfwespen) umweltschonender Pflanzenschutz, Dauerbegrünung, Mischkulturen

Pflanzenschutz

primär Pflanzen stärkende Maßnahmen, gezielter Nützlingseinsatz, keine chemisch-synthetisch hergestellten Pflanzenschutzmittel (Pestizide), keine systemisch wirkende Mittel, keine Wachstumsregler

Die Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren ist verboten.

Anbauverbände

Deutschland: ECOVIN, Bioland, Naturland, demeter
Frankreich: Nature & Progres, UNIA, demeter
Italien: AIAB
Spanien: CCPAE
Österreich: Ernte für das Leben

Die Weinbereitung im Keller

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